Vernickeln

Vernickeln :

Die Bedeutung der galvanisch abgeschiedenen Nickelschichten beruht auf ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften. Die Anwendung zu dekorativen Zwecken hängt mit dem Aussehen der Nickelüberzüge zusammen.

Nickel kann in matter, halbglänzender, glänzender und schwarzer Form abgeschieden werden. Interessant und wichtig für diese Art der Anwendung ist auch die gute Korrosionsbeständigkeit. Wasserstoff hat an Nickel eine verhältnismäßig hohe Überspannung, wodurch sich die Beständigkeit in neutralen, schwach alkalischen und schwach sauren Lösungen ergibt.

An der Atmosphäre und in oxidierenden Lösungen bildet sich auf Nickel eine dünne, aber äußerst dichte und festhaftende, chemisch sehr widerstandsfähige Oxidschicht, wodurch das Metall gegen Korrosion passiv wird. Auch gegenüber vielen organischen Chemikalien ist Nickel beständig.

Nickel ist ein silberhelles Metall mit relativ hoher Härte und Verschleißfestigkeit, sowie guter chemischer Beständigkeit gegen verdünnte Säuren und Laugen.

Galvanisch aufgebrachte Glanznickelschichten eignen sich daher hervorragend für mechanisch und korrosiv beanspruchte Bauteile mit gleichzeitig ästhetischem Anspruch. Glanznickelschichten zeigen darüber hinaus einen ausgeprägten einebnenden Effekt der bei zunehmender Schichtstärke die Mikrorauhigkeit des Grundwerkstoffes reduziert.

Eine Korrosionsschützende Wirkung ist dabei nur mit einer porenfreien Nickelschicht möglich. Dies ist ab einer Schichtstärke von etwa 25µm der Fall. Nickelschichten werden vorzugsweise in der Kombination Kupfer-Nickel aufgebracht.

Es können Stähle, Edelstähle, Buntmetalle sowie Aluminiumlegierungen vernickeln werden.
Beständigkeit
• Beständig gegen Laugen und schwache Säuren, Seewasser, Schmierstoffe, Kraftstoffe, Lösungsmittel

• Korrosionschutz des Grundwerkstoffes entsteht nur durch Barrierewirkung einer Nickelschicht >25µm. z.B. Fe//NiP(8) 22: 96h bis Rotrost nach DIN 50021